Universität Jena, Physik-Hörsaal

Willkommen im Hörsaal der Zukunft

Leuchtend helle Bilder im historischen Physik-Hörsaal der Uni Jena – dank VST

Wer im altehrwürdigen Physik-Hörsaal der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Vorlesung erlebt, der findet sich in einer Welt interaktiver technischer Möglichkeiten wieder. Es ist eine Welt der Bilder und Töne, des Verstehens von Lerninhalten durch quasi aktives Miterleben, von der die jetzige Studenten- und Wissenschaftlergeneration profitiert. Vorbei ist die Ära grauer Theorie – im großen Hörsaal der Physikalisch-Astronomischen Fakultät, der 550 Hörern Platz bietet, hat nun das Zeitalter der Anschaulichkeit durch leuchtend helle Bilder begonnen. Im Sommer 2013 hat die Firma VST die Realisierung eines Großprojekts in Angriff genommen, dessen Ziel in einer grund­legenden Modernisierung der elektro­nischen Medientechnik des in den 50er Jahren entstandenen Hörsaals lag. Die Herausforderung für das im Thüringischen Saalfeld ansässige Systemhaus für profes­sionelle Audio- und Videotechnik bestand in einer optimalen Verknüpfung der gewünschten Komponenten. Das Resultat ist, in Vorher-Nachher-Kategorien gedacht, eines, das den Betrachter vor Begeisterung staunen lässt.

Den Hochschullehrern stehen nun atem­beraubende Möglichkeiten zur Verfügung, ihren Studenten Wissenschaft erlebbar zu machen. Dafür hat die Firma VST eigens ein modulares Rednerpult mit großer Ablagefläche und Mikrofon entworfen, in das ein Touch Panel eingelassen ist, von dem aus der jeweilige Dozent alles steuern kann. Hier kann der Referent bei Bedarf z.B sein eigenes Laptop oder eine Dokumen­tenkamera anschließen. Und, was am wichtigsten ist: Von hier aus kann er ent­scheiden, welche Bilder über den Projektor laufen. Gemeint ist nicht irgendein Projektor, son­dern ein 20.000 ANSI-Lumen heller 3-Chip-DLP von Panasonic. Er ist das Herzstück des neuen Hörsaal-Konzepts und stellt ein riesiges Bild zur Verfügung, auf dem dank modernster Technik jedes Detail erkennbar ist. Der Hörsaal wird gleichsam zum Kino­saal. Über einen Bildprozessor können dabei mehrere Signalquellen zeitgleich in beliebig anordbaren Fenstern dargestellt werden. Von seinem Pult aus kann der Dozent alles dies steuern; nach Belieben kann er beispielsweise kinderleicht per Knopfdruck Bild-in-Bild-Variationen erscheinen lassen.

Beeindruckend große Bilder des Panasonic Projektors
Außerdem ist der Hörsaal mit einem 70-Zoll­ SMART-Monitor ausgestattet, an dem bis zu zwei Personen zusammen mit Stift oder Finger schreiben können – wie an einer riesigen Tafel. Zudem steht dem/den Do­zenten ein weiteres kleines Stiftdisplay – ein SMART Podium – zur Verfügung, dessen Bild dann auf dem Projektor weitergegeben wird. Zusätzlich im Hörsaal verteilt sind drei Kameras, die es bei Bedarf ermög­lichen, gesamte Lehrveranstaltungen auf­zuzeichnen und zu übertragen. Damit das Lernerlebnis für alle Sinne durch nichts getrübt wird, hat VST eine für Be­sucher unsichtbare Signalverkabelung inte­griert, die hochauflösende Übertragungen ermöglichen. Gewählt wurde das Signal­managementsystem Extron XTP, das eine hohe Leistungsfähigkeitund Bildqualitätmit einer hohen Zuverlässigkeit und flexiblen Installation via CAT-Kabel kombiniert. Die Projektions- und Signalverarbeitungstechnik wurde in eine abgeschlossene Regiekabine mit großem Fenster integriert, die sich hinter der oberen Sitzreihe befindet. Sie birgt die gesamte Technik.

Pult und 70“-Monitor
Der Hörsaal wird über eine zentrale Medien­steuerung der Firma AMX bedient – von den zahlreichen Geräten der Medientechnik bis hin zum Licht. Zugunsten eines auf die jeweilige Situation harmonisch abgestimm­ten Gesamtbildes wurden bereits ver­schiedene Lichtstimmungen vordefiniert. Aus dieser Auswahl kann sich der Dozent die jeweils zur Situation passende heraus­suchen – je nachdem, ob es sich beispiels­weise um eine Präsentation oder ein physikalisches Experiment handelt. Entstanden ist ein audio-visuelles Gesamt­kunstwerk im Dienste der Wissenschaft, das es mit der Geschichte dieses bedeutenden Hörsaals, der bereits Drehort von Fern­sehfilmen und Arena von Musikkonzerten gewesen ist, aufnehmen kann.