Stadttheater, Aschaffenburg

Medienfassade am Stadttheater

Überdimensionale Videowand bietet kulturelles Public Viewing am Theaterplatz in Aschaffenburg

Klassische Kultur trifft moderne Medientechnologie: In die neue Glasfassade des Aschaffenburger Stadttheaters wurde eine rund 3,5 x 6 m große 16:9 Medienwand integriert. Diese informiert in Richtung Theaterplatz Bürger und Touristen über das aktuelle und kommende Programm und zeigt Live-Übertragungen oder Aufzeichnungen von Schauspielen, Opern, Konzerten oder Stummfilmen. Kameras im Theaterraum fangen das Bühnengeschehen ein und projizieren es auf die Medien­fassade. Mit Rücksicht auf die Anwohner erfolgen die Übertragungen ohne Ton.

Die Medienwand aus Glas ist mit einer speziellen Folie beschichtet. Das Bild in HD-Qualität besteht aus vier Teilbildern, die von Videoprojektoren durch Wandöffnungen des Theaterrestaurants projiziert werden. Dank spezieller Software mit Softedge-Funktion werden die Teilbilder unauffällig zu einem einzigen, stimmigen Gesamtbild zusammengesetzt. Die Bildinhalte werden quasi ineinander geblendet. Die Anordnung der vier Projektoren reduziert dabei mögliche Bildverzerrungen auf ein Minimum. Jedes Teilbild kommt von einem eigenen Player, der zwar das gesamte Bild abspielt, aber nur sein zugewiesenesViertel über eine Grafikkarte an den Projektor weitergibt. Projektoren und Abspielgeräte sind oberhalb der Garderobe in einem Fach durch Lamellen vor Blicken geschützt.

3900 ANSI-Lumen entsprechen den Anforderungen des Kunden, kein sehr helles, sondern ein eher gedämpftes Bild zu liefern, um den klassischen Charakter des Gebäudes und der Projektionsinhalte zu unterstreichen. Ebenso sollte die Fassade des Theatergebäudes klar erkennbar bleiben, weshalb die Stahlträger durch die Projektion hindurch zu sehen sind.

Die Medieninhalte werden nach Playlisten oder in Echtzeit projiziert. Mitarbeiter des Kulturamts erstellen auf einer Workstation neue Inhalte sowie zeitgesteuerte Playlisten. Die Abspielgeräte und Projektoren sind mit einer zentralen Workstation via Ethernet verbunden und werden per Fernzugriff verwaltet.

Die Videowand spricht so auf besonders innovative Art und Weise auch Menschen an, die sonst selten in Kontakt mit klassischer Kunst kommen.

Quelle: Main-Echo


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